Die Kunst ist frei
Kirsten Klöckner erklärt, wie Wünsche zu Wunschbildern werden

Nolympia in Hamburg und Berlin

" Die Kunst ist frei. Den lieben langen Tag tun und lassen was sie will, das kann sie trotzdem nicht. Sie hat zu tun. Sie hat wichtige Aufgaben, die Kunst. Sie soll so viel. Viel zu viel. Sie soll zum Beispiel das Kapital vermehren, das Herz erfreuen, neue Ideen hervorbringen, den sozialen Status der Akteure und der Konsumenten steigern, aus dem traurigen Alltag entführen, das Denken verwirren, die Kreativität feiern, außergewöhnliche Erfahrungen ermöglichen, Betroffenheit erzeugen, allerneueste Strömungen zeigen und natürlich soll sie auch immer noch das traute Heim schöner werden lassen. Oder das Dorf. Das alles ist hinreichend bekannt. Die Kunst ist schwer beschäftigt. Das kann man gut finden. Oder auch nicht.

 

Man kann sich auch etwas wünschen. Bei mir zum Beispiel. Ich suche Wünsche. Gern persönliche Wünsche. Einfache Wünsche. Komplizierte und sogar geheime Wünsche. Kleine. Riesige. Alberne. Wünsche eben.

Ich lebe in einer Zeit, in der das Wünschen hilft. Und das geht so: Seit einiger Zeit frage ich Fremde, Freunde und Bekannte nach deren Wünschen und verwandle sie zu Aquarellen. Ich interpretiere die Wünsche, male sie und gebe ihnen damit Substanz. Ich mache mich zur Komplizin der Wünschenden.

 

Die Blätter sammle ich in einer Mappe. Mit dieser Mappe mache ich Hausbesuche bei einzelnen Spendern der Wünsche und veranstalte private Präsentationen. Sie haben einen Wunsch? Sie haben Fragen? Fragen Sie mich! "

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